Bürger- und Heimatverein Heven e.V.

gegründet 07.02.1897

 
 
   

 

    
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Heven - Vereinsleben

 

Landeskundliche Wanderungen und Tagesfahrten

 
 
 

Herbert Nölker

Besichtigung des Bogestra Straßenbahnbetriebshofes an der Engelsburgerstraße in Bochum am 19.06.2007

 

Eine Reisegruppe von etwa 30 Personen machte sich an einem schönen Frühlingstag auf den Weg nach Bochum. Gegen 14.00 Uhr bestiegen wir die Straßenbahn der Linie 310 und erreichten unser Ziel eine Stunde später. Hier wurden wir von Herrn Haarkamp, tätig im Bereich Besucherservice, empfangen. Im Veranstaltungsraum des Betriebsgebäudes erfolgte dann die Begrüßung. Es wurden uns zunächst 3 Kurzfilme gezeigt, die sich mit dem Image des Unternehmens, den Sehenswürdigkeiten der von der Bogestra angefahrenen Städte, wozu auch ein Beitrag von Witten gehörte, und den Baumaßnahmen an dem Betriebshof Engelsburg befassen.

Es wurden uns auch einige Unternehmenskennziffern vorgelegt. Die Bogestra, gegründet 1896 in Berlin, beförderte im Jahre 2006 139 Millionen Fahrgäste. Die Busse legten 18 Millionen km zurück. Die Straßenbahn kam auf 7,5 Millionen km. Beschäftigt werden fast 2.200 Mitarbeiter.

Nun einige Daten zu dem Betriebshof Engelsburg, das ein Aushängeschild der Bogestra ist. Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Engelsburg begann im Januar 2002 die Sanierung des Baugeländes.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen erfolgte die offizielle

 

 

 

 

 

 

 

     

 

 

Eröffnung am 18. September 2005. Bisher konnten 70.000 Besucher registriert werden. Die Grundstücksfläche beträgt ca. 102.000 qm, die bebaute Fläche ca. 25.500 qm. Die Investitionssumme lag bei ca. 69 Millionen, die zu 90 Prozent aus Landes- und Bundeszuschüssen finanziert wurde.

Nach dem Einführungsteil begann der Betriebsrundgang. Besichtigt wurde das Werkstattgebäude, wo alle kleinen und großen Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden. Im ersten Stock des Gebäudes befindet sich auch eine moderne Ausbildungswerkstatt, in der junge Leute in technischen Berufen, wie Industriemechaniker, Energieelektroniker, praktisch und theoretisch ausgebildet werden. Dann erfolgte der Gang durch das Wartungsgebäude. Hier werden alle Triebwagen, die 2 Tage auf der Strecke waren, für den nächsten Einsatz gewaschen und durchgecheckt.

Es folgte dann die Energiezentrale und das Bauhofgelände mit dem Bauhofgebäude, in dem Werkstatt- und Sozialräume für Mitarbeiter der Weichenschmiede, der Gleisinstandhaltung und Fahrleitungsbaus untergebracht sind. Auf dem Bauhofgelände befinden sich auch Gebäude für Material- und Gerätelager und ein Streusalzsilo.

Das markanteste Gebäude auf dem Gelände ist die Abstellhalle für die Straßenbahnen. Sie hat imposante Ausmaße, auf einer Fläche von 220 Meter mal 40 Meter können 55 moderne Niederflurstraßenbahnen abgestellt werden.

Dieses Gebäude hat aber noch etwas Besonderes, nämlich eine Dachbegrünung, die sowohl im Winter als auch im Sommer Temperaturschwankungen ausgleicht.

Der ökologische Aspekt hat bei der Bebauung des Geländes einen großen Stellenwert eingenommen. Dazu zählen die optimale Nutzung von Regenwasser und die Rückgewinnung von Waschwasser.

Die Endstation war dann wieder das Betriebsgebäude, in dem sich auch die Arbeits- und Sozialräume für die Fahrbereitschaft befinden.

Hier wurden wir von Herrn Haarkamp, der sich sehr viel Mühe gegeben hatte, verabschiedet.

Man kann feststellen, dass die Dinge die wir gehört und gesehen haben, sehr beeindruckend waren.

Die Rückfahrt erfolgte dann wieder mit der Straßenbahn der Linie 310, die übrigens auf dem Betriebshof Engelsburg untergebracht ist.

Am Rathausplatz in Witten stiegen wir aus und mit dem Besuch im Ratskeller fand der Tag einen netten Ausklang.

 

 

 

 


Bilder: Annelore und Herbert Nölker

 

 

 

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