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Landeskundliche Wanderungen und Tagesfahrten |
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Landeskundliche Fahrt am 23.August 2008 zum Hamalandmuseum in
Vreden, im westlichen Teil des Münsterlandes |
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Das Hamaland war eine Graugrafschaft auf
dem Gebiet der heutigen niederländischen Provinzen
Overijssel und Gelderland. Dort lebte zum Ende des 4.
Jahrhunderts der germanische Stamm der Chamaren. Aus
diesem Namen leitete sich der heutige Name „Hamaland“
ab. Wie auch im letzten Jahr, hat uns das
Reiseunternehmen Reimann aus Hagen-Hohenlimburg mit zwei
vollbesetzten Bussen sicher gefahren. |



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Im Kreismuseum
Vreden/Borken (dem Hamalandmuseum) angekommen, wurden
wir zur Besichtigung des Museums in vier Gruppen
eingeteilt, jeweils mit einem Museumsführer. Der
Rundgang zur Besichtigung beinhaltete Schmuckstücke wie
z. B. das Sixtus-Kasel (ein liturgisches Gewand), dessen
Grundstoff aus dem 7. Jahrhundert stammt. Dieses
wertvolle Stück wurde von Papst Gregor im 8. Jahrhundert
getragen. Es ist das einzige bekannte Kleidungsstück aus
dieser Zeit nördlich der Alpen. Nach dem Zweiten
Weltkrieg war die Sixtus-Kasel abhanden gekommen und
wurde erst nach dem Krieg in einer Plastiktüte in einer
Besenkammer des Museum Münster wieder aufgefunden.
Auch andere Gewänder für die Geistlichen,
z. B. die Perlenkasel der Äbtissin Maria Schenkin zu
Erbach (1466-1511) konnten besichtigt werden. Diese
Perlenkasel war mit über 1000 Perlen bestickt. Doch es
wurde auch Kleidung für das normale Volk ausgestellt.
Arbeits-,
Sonntags-, Fest- oder Trauerkleidung war zu sehen. |
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Das Korn wurde in
einer durch Wasserkraft angetriebenen Mühle gemahlen und
anschließend in die Backstube gebracht. Das Brot wurde
mit Reisig und Holz im Backofen gebacken.
Gegen 13.00 Uhr
sind wir nach Ahaus zum Lokal „Haarmühle“ gebracht
worden. Das Lokal war groß genug, um unsere 90 Personen
gut aufzunehmen. Es gab reichlich leckeres Essen, bei
dem auch zugelangt wurde. Hat wohl allen geschmeckt!
Am Nachmittag ging es weiter in das
Glockenmuseum nach Gescher. Dort befanden sich unsere
drei alten Stahlglocken, die im Bochumer Verein
hergestellt wurden. Unsere neuen sechs Bronzeglocken
hängen jetzt seit Samstag, dem 24. September 1988 wieder
bei uns im Kirchenturm der evangelischen Kirche. Sie
wurden bei der Firma Rincker in Sinn bei Dillenburg
gegossen.
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Unsere
Fahrt durch das Münsterland entlang der endlosen
Maisfelder setzte sich weiter fort. Wir fuhren nach
Dülmen, zum „Haus Waldfrieden“, wo wir zum Abendessen
eingekehrt waren. Anschließend ging die Fahrt zurück
nach Heven. Wir kamen sicher und wohlbehalten wieder zu
Hause an. Schön war es!
Anmerkung: Im Juni 1991 war zum Abschluss des deutschen
evangelischen Kirchentages im Ruhrgebiet das vierte
Geläut über Rundfunk und Fernsehen in ganz Deutschland
zu hören.
Bilder
unten:
Die
ehemaligen Hevener Stahlglocken in Gescher
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Bilder: Annelore und Herbert
Nölker |
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