Bürger- und Heimatverein Heven e.V.

gegründet 07.02.1897

 
 
   

 

    
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Heven - Vereinsleben

 

Landeskundliche Wanderungen und Tagesfahrten

 
 
 

Adolf Schröer

Landeskundliche Fahrt am 23.August 2008 zum Hamalandmuseum in Vreden, im westlichen Teil des Münsterlandes

 

Das Hamaland war eine Graugrafschaft auf dem Gebiet der heutigen niederländischen Provinzen Overijssel und Gelderland. Dort lebte zum Ende des 4. Jahrhunderts der germanische Stamm der Chamaren. Aus diesem Namen leitete sich der heutige Name „Hamaland“ ab. Wie auch im letzten Jahr, hat uns das Reiseunternehmen Reimann aus Hagen-Hohenlimburg mit zwei vollbesetzten Bussen sicher gefahren.


 


 

Im Kreismuseum Vreden/Borken (dem Hamalandmuseum) angekommen, wurden wir zur Besichtigung des Museums in vier Gruppen eingeteilt, jeweils mit einem Museumsführer. Der Rundgang zur Besichtigung beinhaltete Schmuckstücke wie z. B. das Sixtus-Kasel (ein liturgisches Gewand), dessen Grundstoff aus dem 7. Jahrhundert stammt. Dieses wertvolle Stück wurde von Papst Gregor im 8. Jahrhundert getragen. Es ist das einzige bekannte Kleidungsstück aus dieser Zeit nördlich der Alpen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Sixtus-Kasel abhanden gekommen und wurde erst nach dem Krieg in einer Plastiktüte in einer Besenkammer des Museum Münster wieder aufgefunden.

Auch andere Gewänder für die Geistlichen, z. B. die Perlenkasel der Äbtissin Maria Schenkin zu Erbach (1466-1511) konnten besichtigt werden. Diese Perlenkasel war mit über 1000 Perlen bestickt. Doch es wurde auch Kleidung für das normale Volk ausgestellt. Arbeits-, Sonntags-, Fest- oder Trauerkleidung war zu sehen.




 

 

Das Korn wurde in einer durch Wasserkraft angetriebenen Mühle gemahlen und anschließend in die Backstube gebracht. Das Brot wurde mit Reisig und Holz im Backofen gebacken.

Gegen 13.00 Uhr sind wir nach Ahaus zum Lokal „Haarmühle“ gebracht worden. Das Lokal war groß genug, um unsere 90 Personen gut aufzunehmen. Es gab reichlich leckeres Essen, bei dem auch zugelangt wurde. Hat wohl allen geschmeckt!

Am Nachmittag ging es weiter in das Glockenmuseum nach Gescher. Dort befanden sich unsere drei alten Stahlglocken, die im Bochumer Verein hergestellt wurden. Unsere neuen sechs Bronzeglocken hängen jetzt seit Samstag, dem 24. September 1988 wieder bei uns im Kirchenturm der evangelischen Kirche. Sie wurden bei der Firma Rincker in Sinn bei Dillenburg gegossen.

 

 

   
 

Unsere Fahrt durch das Münsterland entlang der endlosen Maisfelder setzte sich weiter fort. Wir fuhren nach Dülmen, zum „Haus Waldfrieden“, wo wir zum Abendessen eingekehrt waren. Anschließend ging die Fahrt zurück nach Heven. Wir kamen sicher und wohlbehalten wieder zu Hause an. Schön war es!

 

 

 

Anmerkung: Im Juni 1991 war zum Abschluss des deutschen evangelischen Kirchentages im Ruhrgebiet das vierte Geläut über Rundfunk und Fernsehen in ganz Deutschland zu hören.

 

 

 

Bilder unten:

Die ehemaligen Hevener Stahlglocken in Gescher

   
 

 
                
     Bilder: Annelore und Herbert Nölker

 

 

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